MSc.-Studierende diskutierten Lösungsansätze für Notfälle ...
Bei einem Unfall zählt jede Minute je schneller ein Rettungswagen vor Ort ist, desto besser kann geholfen werden. Dabei sollte es keine Rolle spielen, ob die Rettung aus Kufstein oder aus Kiefersfelden kommt – was zählt, ist Geschwindigkeit. Leider sieht die Praxis noch häufig anders aus: Komplizierte Abrechnungsstrukturen führen dazu, dass auch dann das heimische Rettungsfahrzeug eingesetzt wird, wenn das ausländische schneller vor Ort wäre. Warum ist das so? Was kann man tun, um die Notfallrettung im Grenzgebiet weiter zu verbessern?
Hochkarätige Fachleute suchten gemeinsam mit den Studierenden des NGO-Management Lehrgangs an der FH Kufstein nach Lösungen. Harald Bachmeier, Kufsteiner Bezirksgeschäftsführer vom Roten Kreuz, und Robert Höhensteiger vom Bayerischen Roten Kreuz in Rosenheim diskutierten mit den StudienteilnehmerInnen über mögliche Ansätze. Alexander Meindl von der AOK Bayern und Mag. Andrea Bramböck, Abteilungsleiterin bei der TGKK sind in ihren jeweiligen Häusern mitverantwortlich für die Leistungsabrechnungen mit dem Ausland. Wer jedoch auf einen Streit der Krankenkassen gewartet hat, wurde überrascht: Einstimmig verweisen sie auf die die Schwächen der Europäischen Abrechnungsbestimmungen. Gerade im Rettungswesen verursachten kaum nachvollziehbare Regeln zur Kostenerstattung leicht erhebliche Mehrkosten für die Versicherten, wenn ein ausländischer Rettungswagen eingesetzt würde.
Dank der Moderation von Prof. Dr. Hanjo Allinger vom Wirtschaftsforschungsinstitut INWISO und der tatkräftigen Unterstützung der Studenten gelang es konstruktive Lösungsansätze für eine weitere Entwicklung des grenzüberschreitenden Rettungsdienstes zu thematisieren.Aktueller und praxisnäher kann ein Studium nicht sein!

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